Naturfreundehaus Elmstein

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Unsere Geschichte

„Willkommen im Naturfreundehaus Elmstein, eines der wohl geschichtsträchtigsten Häuser in ganz Rheinland-Pfalz!“

Eine bewegte Historie von 1910 bis heute

1910 – 1921

Pioniergeist & Einweihung

Unsere Geschichte beginnt bereits im Jahre 1910 mit der Gründung der Ortsgruppe Ludwigshafen am Rhein, als erste pfälzische Ortsgruppe. 1912 kamen die ersten Bestrebungen auf, ein Erholungsheim zu gründen. Doch erst 7 Jahre später war der geeignete Ort hierfür gefunden: Elmstein.

Das damalig genannte "Riesbeckische Haus" wurde gekauft und von den Mitgliedern eigenhändig umgebaut. Am 15. Mai 1921 folgte dann die offizielle Einweihung des Elmsteiner Hauses. Damit wurde es nicht nur das erste Naturfreundehaus in der Pfalz, sondern auch das größte Deutschlands! Noch im selben Jahr zeigte das Haus seine soziale Bestimmung und nahm Kinder aus der verheerenden Explosionskatastrophe in Oppau auf.

1922 – 1932

Wachstum & Rückschläge

In den Folgejahren wuchs das Anwesen kontinuierlich. 1922 wurde die „Villa Sanssouci“ als Flachbau auf einer bestehenden Remise errichtet. 1925 traf ein erster verheerender Brand das Haus, doch die Naturfreunde ließen sich nicht aufhalten und bauten es umgehend wieder auf.

Zwischen 1926 und 1929 wurde der „Falksche Bau“ erworben, in dem sich heute unser Jugendhaus befindet. Großzügige Gartenflächen wurden angelegt und die großen Schlafsäle unterteilt, um den Gästen mehr Komfort zu bieten.

1933 – 1945

Enteignung & Krieg

Im März 1933 wurden im Zuge des Nationalsozialismus sämtliche Arbeitervereine verboten. Es folgte kurz darauf ein brutaler Überfall von SA-Männern, welche das Naturfreundehaus plünderten und alle Anwesenden gewaltsam vertrieben.

Die offizielle Enteignung folgte am 16. November 1933. Bis zum Kriegsende wurde das Gelände unter dem Namen „Gauheim Mutter und Kind“ als Kinder- und Säuglingsheim geführt, wobei ein 1938 errichteter Rohbau zwischenzeitlich als Quartier für Soldaten diente.

1945 – 1991

Rückkehr & Blütezeit

1945 kehrten die ersten Naturfreunde ins Haus zurück. In diesem Jahr schrieb das Haus auch politische Geschichte: Die pfälzische SPD wurde im heutigen Naturfreundehaus wiedergegründet. 1950 gelang es schließlich, das Haus offiziell wieder in den Besitz der Naturfreunde zu überführen.

Es folgte eine echte Blütezeit: Mit bis zu 21.000 Übernachtungen jährlich platzte das Haus aus allen Nähten. Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland reisten an, und das Gelände wurde stetig erweitert – unter anderem durch den Bau des Kinderspielzimmers und des großen Grillplatzes.

1992 – 2023

Schieflage & Schließung

In den 90er Jahren geriet das Haus durch Sparmaßnahmen und ausgesetzte Freizeiten in eine wirtschaftliche Schieflage. Dringend notwendige, größere Investitionen blieben über Jahrzehnte aus und die Infrastruktur wurde zunehmend vernachlässigt.

Der traurige Tiefpunkt dieser Entwicklung wurde im zweiten Halbjahr 2023 erreicht: Das Naturfreundehaus musste wegen einer defekten und nicht mehr funktionierenden Heizung sogar für ein halbes Jahr komplett geschlossen werden.

2024 – Heute

Phönix aus der Asche

Als wäre die Schließung nicht genug, kam es im Januar 2024 auch noch zu einem Brand im Haus. Doch genau das war der Startschuss für eine neue Ära: Im April 2024 übernahm ein komplett neues, hochmotiviertes Team das Ruder!

Mit viel Herzblut, einer stark verbesserten Küche und einer Extraportion Gastfreundschaft kehrte das Leben in das Naturfreundehaus zurück. Das Haus wird Stück für Stück zu altem (und neuem!) Glanz erweckt. Ein riesiger Meilenstein: Anfang 2026 wurde die Jugendherberge von Grund auf modernisiert und frisch renoviert. Wir sind bereit für die nächsten 100 Jahre!

Unterstütze unseren Neustart!

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Wir stecken all unser Herzblut und unsere Arbeitskraft in die Renovierung und den Erhalt dieses historischen Ortes. Wenn du uns auf diesem Weg finanziell oder mit deiner Arbeitskraft unterstützen möchtest, freuen wir uns riesig über deinen Beitrag.

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Die Geschichte des Naturfreundehaus

1910
Gründung der Ortsgruppe
1914 - 1918
Erster Weltkrieg
1919
Kauf des „Riesbeckischen Hauses„
1919 - 1921
Errichtung des Neubaus

hier entstehen 4 große Säle

Aufenthaltsraum – Männerschlafsaal-Frauenschlafsaal und Jugendschlafsäle

Waschräume werden im Anbau untergebracht

1921
Aufnahme von Kindern

aus Oppau / Explosionskatastrophe

1922
Aufbau der „ Villa Sanssouci“

als Flachbau auf der bestehenden Remis von Zimmermann Ries

1925
Brand - Wiederaufbau
1926 - 1929
Erwerb des „ Falkschen Baus“

Heute Jugendhaus

1927 - 1930
Unterteilung der Schlafsäle
1929 - 1933
Gartenfläche angelegt
1933 - 1945
Enteignung durch die Nationalsozialisten
1938
Bau des Säuglingsheim
1939
Dieser Rohbau wurde als Quartier für Soldaten genutzt
1945
Rückgabe der 3 Häuser

sofortiger Erholungsbeginn für Kinder und Berufstätige

1945
Wiedergründung der pfälzischen SPD

im heutigen Naturfreundehaus Elmstein

1949
Erste Zusammenkunft der deutschen Naturfreunde
1951
Rückkauf des Säuglingsheims von den Nazis
1960
Vollständige Renovierung der Häuser
1965
Anbau eines Kinderspielzimmers
1970
Arbeitsgemeinschaft mit der Arbeiterwohlfahrt

Jährlich bis zu 21.000 Übernachtungen

1988
Erneuerung der Heizungsanlage im Gästehaus
1989
Überdachung der Terrasse hinter dem Haupthaus
1990
Errichtung eines gemauerten Grills
1992
Vollständige Renovierung des Gästehauses

Bad /Telefon/Fernsehen

1992 - 1995
Aussetzung der Familien-und – Kinderfreizeit AWO

wegen Sparmaßnahmen - Das Haus gerät in wirtschaftliche Schieflage

1993 - 1995
Teilsanierung der beiden Jugendhäuser
1995
Bau der Rampen

Eingang Gästehaus

Neueinrichtung Verkaufsraum

1995 - 1996
Sanierung und Neugestaltung der Gasthausterasse
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